Leseprobe:
Geschriebene Gedanken (Manfred Lawendel)

Geschriebene Gedanken


Ein wunderschöner Frühlingstag,
wie ich ihn am liebsten mag.

Wolken ziehen meine Gedanken an.
Fast magisch bin ich in ihrem Bann.

Zartes Grün an Büschen und Bäumen,
führen mich zu wachen Träumen.

Vögel zwitschern, mal lauter, mal zart,
jede Stimme auf ihre Art.

Baumkronen schaukeln in ruhiger Weise.
Ich bin auf meiner Gedankenreise.

Zwei Schmetterlinge dort am Wegesrand,
verbindet ein zartes Liebesband.

Sie drücken große Lebensfreude aus,
den Sinn des Werdens sehe ich daraus.

Kurzes Grübeln für einen Moment,
wird von schönen Gedanken verdrängt.

Dieses gute Gefühl, in den Tag zu träumen,
dazu das Rauschen in den uralten Bäumen.

Die Große Allee, hat mich inspiriert,
zum Schreiben, zum Dichten verführt.

Ich hatte gedacht, ich kann es nicht.
Hab geschrieben, mein erstes Gedicht.

 

Der “Halbe Mond” in Duderstadt

Der Halbe Mond mit bewegten Zeiten,
war einfach urig, gemütlich und schön.
Gerne würden wir die Tür durchschreiten
und mit Freunden vergnügt an der Theke stehen.

Es stand unsere Kneipe allein und verlassen,
in einer wirklich schlimmen Zeit.
Inmitten von Duderstadts vertrauten Gassen,
dieser Gedanke erfüllt uns mit Traurigkeit.

So viel durften wir hier erleben.
Heimelig, ein besonderer Raum.
Er hatte Flair, uns Gemütlichkeit gegeben.
Sein Schicksal war ein schrecklicher Traum.

Des Mondes Stimmung einfach genießen.
Dort tauschte man sich gerne aus.
Ein reges ‘Hallo’, schon beim Begrüßen.
Irgendwie, hat man’s gebraucht.

Besinnlichkeit beim Bierchen trinken,
man erzählte Witze, die tollsten Schoten.
Ab und zu ein Bier ranwinken,
so entstanden Anekdoten.

Weil unsere Hoffnung als Letztes stirbt,
treffen wir uns noch immer.
Auch wird trotzdem noch Bier serviert.
So ein Unglück braucht man nimmer.

Sollten wir uns bei allem Streben,
in diesem Gasthaus wiedersehen.
Wird der Halbe Mond erfüllt mit neuem Leben,
wie immer, an seiner Ecke stehen.

 

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